Damals und heute

Die linke Seite zeigt das Filmteam der Monsterjagd 2006, die rechte Seite zeigt das Filmteam von EVE 2019

Erwachsen werden in der Theater AG

2003-2005

Im Jahre 2003 haben Jessica Pott und Daniel Klotzek die Theater AG als Jugendgruppe im Rahmen der Jugendarbeit der Bethlehemgemeinde Hipstedt gegründet. Die Verbindung zu unserer Kirchengemeinde pflegen wir noch heute mit unseren Filmpremieren in der Kirche und das Gemeindehaus ist die Basis unserer Filmdrehs. Zu Beginn haben wir einfach Theater gespielt und ein paar kleine Aufführungen veranstaltet. Wir alle waren noch Kinder und Jugendliche. Die erste Verbindung, die etwas mit Film zu tun hatte, war eine Theateridee zu einem Asterix-Film. Wir haben versucht, Teile des Filmes als Theater umzusetzen und einige Filmsequenzen beizubehalten. Das Stück kam aus verschiedenen Gründen nie zur Aufführung.

2006-2008

2006 wollten wir dann einen eigenen Film drehen. In den Herbstferien trafen wir uns im Gemeindehaus und drehten in fünf Tagen "Die Monsterjagd". Es war ein reines Amateurprojekt ohne jegliches Budget. Wir hatten alle sehr viel Spaß daran und die erste Filmpremiere haben wir in guter Erinnerung. Im Jahr darauf wollten wir diese Erfahrung wiederholen und unser Filmdreh sollte etwas organisierter sein. Der Film sollte länger und vor allem kitschiger werden. Mit "Sommer" ist gerade Letzteres gut gelungen. Es gab erstmals DVDs mit dem Film und weiteren Extras, nicht nur für uns, sondern für alle zum Kaufen. 2008 haben wir Hipstedt als Drehort das erste Mal verlassen und den Film "Lenas Tagebuch" in der Freizeit- und Begegnungsstätte in Oese gedreht. Für alle war das eine spannende Erfahrung. Es gab erstmals Gruppen für Kamera, Kostüme, Requisite, Maske und Ton. Die Besetzung der Truppe ist natürlich nicht immer gleich geblieben. Einige sind neu dazugekommen und sind noch bis heute dabei, andere sind nicht dabei geblieben oder konnten terminlich nicht dabei sein. In dieser Zeit gab es auch noch wöchentliche Treffen im Gemeindehaus. Dort wurde geübt, Theater gespielt, Drehbuch geschrieben und vieles mehr.

2009-2015

 2009 haben wir dann nochmal einen großen Sprung gemacht. Mit zehn Drehtagen nach Weihnachten und über Silvester drehten wir bis in die ersten Tage des Jahres 2010 "Punk´s dead". Das erste Mal arbeiteten wir mit den beruflichen Schauspieler*innen Luzia Schelling und Christoph Maaß. Wir kooperierten mit der Stunt- und Effektfirma Action Unit aus Visselhövede und niemals zuvor haben soviele Statist*innen in einem unserer Filme mitgespielt. Das erste Mal gab es gepresste DVDs, die wesentlich besser halten als selbstgebrannte DVDs. Im Vergleich zu unseren vorigen Projekten war der organisatorische Aufwand für diesen Film gigantisch. Von der Idee bis zur Premiere ist auch noch nie soviel Zeit ins Land gegangen. Danach wurde es ruhig um die Theater AG, da einige Mitglieder ihr Studium begannen. Es gab noch einige Zeit Treffen, aber irgendwann wurden auch diese eingestellt, da die jüngeren, die nun eingesprungen waren, ebenfalls mehr mit der Schule, dem Abitur oder anderen Dingen beschäftigt waren.

2016

Lange Zeit geschah nichts, doch zehn Jahre nach dem ersten Film "Die Monsterjagd", im Jahr 2016 kamen wir noch einmal zusammen. Scherzhaft, halbernst und ein bisschen wünschend haben wir in dieser Zeit immer mal wieder davon gesprochen, dass man sich treffen müsse, einen zweiten Teil zu Monterjagd drehen könnte und wie cool, toll und schön das doch wäre. Und tatsächlich startete unser Projekt mit dem Arbeitstitel "Monsterjagd 2", der recht lange erhalten blieb. Herausgekommen ist zwar keine direkte Fortsetzung, aber was Drehorte, die Freizeit an sich und das Genre anbelangte, könnte man hier schon von einer Fortsetzung sprechen. Im Geiste war "Im Schatten des Waldes" der Monsterjagd zweiter Teil. Dieser Film war der erste Film, den wir in einem waschechten Kino zeigen konnten und der beachtliche Ergebnisse bei verschiedenen Filmfesten erreichte. Und so kam es, wie es kommen musste.

2017-2020

Wie nach unserem ersten Film, war die ganze Gruppe wieder einmal heiß auf das nächste Filmprojekt. Dieses wurde dann wieder im größeren Stil aufgezogen. Zumal musste das Projekt von Grund auf finanziert werden, denn für "Im Schatten des Waldes" konnten wir von Reserven der vergangenen Jahre zehren. Wir haben uns im Tonbereich weiter professionalisiert, ebenso gab es eine Drehbuchgruppe, die sehr intensiv gearbeitet hat. Am Ende wurde daraus "Projekt 17", mit dem wir das erste Mal eine Kinotour veranstaltet haben. Von Bremen, Oldenburg, über Bremervörde, Harsefeld und Buxtehude bis hin ins schöne Brake waren wir mit unserem Film unterwegs. Im Zusammenhang mit Projekt 17 sind wir dann auch endlich, ja es war beinahe überfällig, ein eingetragener Verein geworden. Und mit dem Rückenwind aus diesem Projekt und vielen neuen Ideen und beachtenswerten Herausforderungen ging es dann auf das Projekt 19 zu, welches später dann den Titel "EVE" erhielt.

Mit so einem großen Filmbudget, so vielen Statist*innen, so intensiver Planung und mit anspruchsvollen Vorhaben sind wir noch nicht unterwegs gewesen. Ein spezielles Beleuchtungsteam sollte unsere Technikabteilung komplettieren, denn Beleuchtung war ein Bereich, der bei uns bis dato eher einen nachgeordneten Stellenwert hatte. Das erste Mal haben wir uns mit "EVE" an visuelle Effekte gewagt, also haben mit GreenScreen, ScreenReplacement, SkyReplacement und vielen anderen Animationen (z. B. Hologramme) gearbeitet.