Maske und Make-up

"Man ärgert sich doch, wenn die Helden in einem Hollywoodstreifen nach einer

Verfolgungsjagd immer noch aussehen, als kämen sie gerade frisch aus der Dusche."

Nicki Ledermann

(erste Deutsche, die in der Kategorie "Best Makeup and Hairstyling"

für den Film "Joker" für einen Oscar nominiert wurde)

Die Verwandlung

Blutige Wunden? Blasse Haut? Augenringe? Schönes Make-Up? Je nach Filmgenre und Drehbuch werden die Schauspieler*innen von den Maskenbildner*innen geschminkt, um eine Szene besonders realistisch verkörpern zu können.

 

Zu den Aufgaben des Maskenteams gehören dabei zum Beispiel das Kochen von Kunstblut, das Modellieren von Wunden mit und ohne Latex, das Schminken von Kratzern, Narben, Augenringen, blauen Flecken und blasser Haut, das Verändern des Alters, das Verwenden von künstlichen Körperteilen und Bärten oder das Frisieren der Haare.

 

Vor jedem Dreh wird auf der Grundlage des Drehbuchs ein Masken-Plan erstellt, welcher für jede Szene festhält, wie die Schauspieler*innen geschminkt sein müssen, welches Material benötigt wird und wer zuständig ist. Ganz besonders zu beachten gilt, dass sich die Verletzungen gegebenenfalls über die Dauer der Handlung verändern: So besteht ein frischer blauer Fleck überwiegend aus Rottönen, während im Laufe der Zeit Blau-und Gelbtöne hinzukommen. Da ein Film nicht chronologisch gedreht wird, ist an diesem Punkt eine besondere Planung erforderlich.

 

Das Maskenteam schminkt die Schauspieler*innen meistens direkt am Set, was je nach Aufwand der Maske von zehn Minuten bis zu einer Stunde pro Person dauern kann. Die Ergebnisse werden durch Notizen und Fotos festgehalten, um die genaue Reproduktion für andere Szenen zu gewährleisten.