EVE

Mit EVE sind wir in für uns neue Dimensionen vorgestoßen. Zahlreiche Statist*innen, Spezialeffekte, Visuelle Effekte, Beleuchtung

und ein noch nie dagewesener finanzieller Spielraum zeichnen dieses Projekt aus.

Ausgezeichnet

unbezahlbar und freiwillig

Bereits vor Fertigstellung unseres Filmes sind wir für unser Filmprojekt EVE mit dem Niedersachsenpreis für Bürgerengagement ausgezeichnet worden. Für diesen Preis hatten wir uns eigens beworben, allerdings kaum damit gerechnet, dass wir zu den Siegern zählen würden. Umso stolzer sind wir und konnten uns zudem über 3000€ Preisgeld freuen. Wir sind unfassbar dankbar, dass wir ausgewählt wurden. Ohne unser tolles Team, unsere Förder*innen, Unterstützer*innen und Helfer*innen wäre so ein Preis gar nicht denkbar. Also: vielen Dank an unser tolles Team für die ehrenamtliche Arbeit, die sie für unsere Filme leisten und an alle, die uns bis hierhin begleitet haben!

Am 16. November 2019 hat Sparkassenpräsident Thomas Mang gemeinsam mit dem Chef der Niedersächsischen Staatskanzlei, Dr. Jörg Mielke, und VGH-Vorstandschef Hermann Kasten  bereits zum 16. Mal zehn Vereine, Gruppen und Einzelpersonen mit dem Niedersachsenpreis für Bürgerengagement ausgezeichnet. Ziel ist es, die Anerkennungskultur in Niedersachsen zu stärken und mehr Menschen für freiwilliges Engagement zu begeistern. Insgesamt wurden Preise im Gesamtwert von 33.000 Euro vergeben.


Eine müde, aber zufriedene Theater AG am letzten Tag des Drehs von EVE
Eine müde, aber zufriedene Theater AG am letzten Tag des Drehs von EVE

künstliche Intelligenz

Digitale Diktatur

In unserem neuen Film geht es um die künstliche Intelligenz EVE, die außer Kontrolle geraten ist. Unsere Hauptfigur Alex ist, wie viele andere Menschen, geflohen und lebt in einem Camp, welches auf technische Hilfsmittel weitgehend verzichtet. Gemeinsam mit ihren Freund*innen Marius, Doro und Noah führt sie ein hartes Leben, das von Mangel, Krankheiten und Hunger bestimmt ist. Eines Tages treffen sie auf Finn, der auf der Suche nach Adam, dem Entwickler von EVE ist. Finn glaubt, dass nur Adam die künstliche Intelligenz noch aufhalten kann. Mehr wird noch nicht verraten. Nur so viel: unser neuer Film behandelt kritisch die Themen künstliche Intelligenz, Wirtschaftswachstum und den Umgang miteinander.

Visual Concept

Die technisierte und von EVE kontrollierte Welt, in der unsere Figuren groß geworden sind, ist schnelllebig, geradezu flüchtend, weswegen wir viele rhythmische Schnitte einsetzen wollen. Das System EVE überwacht alles und erzeugt viel Druck. Daher nutzen wir beobachtende Aufnahmen, um so EVEs überwachende (panoptische) Perspektive zu verdeutlichen. Im Kontrast zur zurückgenommenen Farbpalette in den späteren dystopischen Naturumgebungen, zeichnet sich EVEs Welt durch Sterilität und Blautöne aus.

Um die Gewalt der Natur und die Einsamkeit des einzelnen Charakters zu betonen, setzen wir starke Weitwinkelaufnahmen ein, die die Figuren immer in Beziehung zu ihrer Umgebung setzen, ohne dabei auf Naheinstellungen zu verzichten. Die Weitwinkel verschärfen durch ihre unkonventionelle Ästhetik die Rauheit und Unmittelbarkeit der Natur und verorten die Perspektive der Zuschauer*innen stärker innerhalb des Geschehens. Im Kontrast zu den schnellen rhythmischen Schnittmustern aus EVEs Welt, setzen wir hier bei einigen Szenen auf längere, dynamische Kamerafahrten mit möglichst wenigen Schnitten. Die einzelnen Figuren geraten hier wieder als Menschen in den Blick, die längeren Aufnahmen lassen die Gefühle der Figuren wieder sichtbar werden. Gerade in angstgeladenen oder emotionalen Momenten, wird die Atmosphäre nicht durch Schnitte gebrochen und die Zuschauer*innen können die Szene aus einer Perspektive erfahren, um so Teil des Geschehens zu werden. Die Bilder in der Natur wollen wir in einer zurückgenommenen Farbpalette zeigen und dadurch das melancholisch-dystopische Moment dieser Welt hervorheben. Die Figuren, die in einer naturfremden technisierten Welt aufgewachsen sind, sollen durch dunkle, matte und erdige Töne farblich die Wiederanpassung an die Natur zeigen.

Das Projekt -  Vorbereitung und Umsetzung

Für den Film wurde ein selbstverfasstes Drehbuch geschrieben, welches eine Filmlänge von ca. 90 Minuten vorsieht. Dieser Spielfilm wird der siebte Film der Theater AG Hipstedt. Für den Film hat unser Drehbuchteam sehr viel recherchiert (u. a. zum Thema Singularität, künstliche Intelligenz und Digitalisierung). Auch die Teams Requisite, Finanzen, Schauspiel, Kamera, Ton, Beleuchtung, Drehorte, Kostüme und Maske haben sich in regelmäßigen Treffen und auf die Dreharbeiten vorbereitet. Wir glauben, dass das Thema künstliche Intelligenz brandaktuell ist und eine große gesellschaftliche Relevanz besitzt. Die inhärenten Themen Überwachung, Social-Scoring-System, autonomes Fahren, Smart Living und Industrie 4.0 werfen die Frage auf, wie wir mit diesen Entwicklungen umgehen, wie wir von ihnen profitieren und welche Gefahren sie mit sich bringen. Diese Fragen möchten wir in unserem Film adressieren.

Zehn Tage Drehzeit

Gedreht wurde unser Film vom 5. bis 19. Juli 2019 in Hipstedt und (Dreh)orten in der Umgebung. Gedreht hat unser Kamerateam mit Sony A7IIS Kameras und mit einer Hasselblad-4k-Kamera in unserer MAvic 2 Pro Drohne. Unsere Tonmeister*innen haben den Ton mit Richt- und Ansteckmikrofonen aufgezeichnet und alle Szenen wurden von unserem Beleuchtungsteam ins rechte Licht gesetzt. Die Schauspieler*innen haben sich monatelang auf ihre Rollen (u. a. mit Hilfe von detaillierten Figurenbeschreibungen) vorbereitet. Die Rollen wurden im Vorfeld im Rahmen eines internen Castings besetzt. Wir haben im Ablauf wie ein professionelles Filmteam gedreht und haben uns in Vorbereitung fortgebildet (u. a. Beleuchtungsworkshop mit Oberbeleuchter Adriano Grilli und Schauspielworkshop mit Theaterregisseurin und Schauspielerin Luzia Schelling).


Unsere Extras

Stolze Statist*innen und stolzes Team nach getaner Arbeit
Stolze Statist*innen und stolzes Team nach getaner Arbeit

Ohne euch geht nichts

Nicht einmal in "Punk´s dead" hat unser Drehbuch so eine große Anzahl an Extras (engl. Statist*innen, Kompars*innen) gefordert. Eine große Herausforderung, denn sie müssen mit langen Wartezeiten rechnen, um dann nur kurz vor die Kamera zu gelangen. Je nach Szene ist ihre Rolle eher klein, es gibt aber auch Szenen, in denen Kompars*innen nicht nur im Hintergrund oder in einer Masse stehen, sondern eine besondere Funktion erfüllen.

Wir riefen und sie kamen

Wir sind unglaublich dankbar, dass sich so viele tolle Menschen gemeldet haben. Und das aus den unterschiedlichsten Ecken. Ein Teil unserer Statist*innen kommt aus der Gore-Filmszene (besonders brutale Splatterfilme) aus Delmenhorst. Ein anderer Teil reiste aus Brake an. Im dortigen Kino zeigten wir unseren Film "Projekt 17" und sind dort in guter Erinnerung geblieben. Viele Statist*innen waren natürlich ortsansässige Hipstedter*innen und Frelsdorfer*innen. Hinzu kamen Freund*innen von Teammitgliedern, die teilweise sehr weite Anreisen auf sich genommen haben.

Professionell und ganz offiziell

Ein Tag als Statist*in kann, trotz langer Wartezeit, recht aufregend sein. Zu Beginn gibt es erstmal eine Einweisung. Wo finde ich was? Wo kann ich mich aufhalten? Wo gibt es Verpflegung, Toiletten und Raucherecken? Zudem mussten alle Statist*innen eine offizielle Video- und Bildrechtserklärung unterzeichnen, da wir unseren Film ansonsten nicht veröffentlichen könnten. Dann geht es erstmal in den jeweiligen Aufenthaltsraum. Bevor es dann zur Szene geht, gibt es noch die Vorbesprechung, in der erklärt wird, was geplant ist und was verlangt wird. Handys müssen aus und schon kann es losgehen.

Mut, Blut und Kontaktlinse

Wir verraten nicht zuviel, wenn wir sagen, dass viele der Statist*innen in unserem Film den Heldentod sterben. Damit das klappt, ist natürlich auch die Maske und die Requisite gefragt. Den Anfang macht das selbstgekochte Kunstblut, hinzu kommen schwarze Kontaktlinsen, ein oder zwei Pfeile und schon kann es losgehen. Die Schauspielcoaches zeigen nochmal, wie zu Laufen ist und welche Geräusche gemacht werden sollen, dann noch letzte Regieanweisungen zu Start-  und Zielpunkt und schon kann die Klappe fallen. Bis dann alles im Kasten ist, dauert es dann noch zwei, drei Takes und schon ist es geschafft.

Wir sagen Danke

Danke an alle Statist*innen und Kompars*innen! Ohne euch hätten wir unseren Film so nicht drehen können. Vielen Dank, dass ihr angereist seid, gewartet und mitgemacht habt! Es ist einfach toll, wenn wir euch von unseren Ideen begeistern können, sodass ihr gerne mitmacht. So untersützt ihr nicht nur unsere Arbeit, ihr seid sogar ein Teil von ihr. Großes Kino!

Die Statist*innen, die unser Lager zum Leben erweckten
Die Statist*innen, die unser Lager zum Leben erweckten
Komparse Marc Gore mit Pfeil im Rücken - er wirkt ganz entspannt
Komparse Marc Gore mit Pfeil im Rücken - er wirkt ganz entspannt
Die Extras, Hauptdarsteller*innen und die Regie
Die Extras, Hauptdarsteller*innen und die Regie

Crowdfunding 2.0

StartNext Crowdfunding Ergebnis

Einen neuen Film, bitte!

Einen Film zu produzieren ist teuer, daher haben wir die Finanzierung auf verschiedene Säulen gestellt. Eine davon war unsere Crowdfunding-Kampagne. Unser Crowdfunding, zu Deutsch Schwarmfinanzierung lief 30 Tage. Ingesamt kamen 1959€ zusammen. Angepeilt waren 1500€. Mit den Abzügen von StartNext kamen wir, wie ihr links seht, auf 1841,36€.  In dieser Zeit haben 55 einzelne Spender*innen unser Projekt unterstützt. Alle Crowdfunder*innen konnten sich eine Belohnung aussuchen. Diese reichten von der Nennung im Abspann über eine DVD bis hin zur privaten Wohnzimmervorpremiere. Letztere ging nach Brake und wir freuen uns schon! Wir sind auch bei unserem zweiten Crowdfunding dankbar und haben uns sehr gefreut, dass sich so viele Unterstützer*innen gefunden haben. Wir freuen uns, alle bei der Premiere zu sehen und hoffen, dass sich das Investment gelohnt hat.


Stab & BEsetzung

EVE

(Drehzeit 10 Tage)

 

Regie: Daniel Klotzek

 

Genre: Science-Fiction-Dystopie

Laufzeit: ~85 Minuten

 

Besetzung:

Alina Kämer                                                                 Alex

Christopher Hellmich                                            Noah

Jessica Pott                                                                 Doro

Cord Schwanholt                                                  Marius

Jonas Dreesch-Rosendahl                                    Finn

Elisabeth von Glahn                                             Claudi

Daniel Klotzek                                                 Einsiedler

Charlotte Schönnagel     EVE(Voice)/Angreiferin 1

Simon Dreesch-Rosendahl            Adam Lehmann

Susann Berndsen                                        Frau Weiler

Dennis P. Tappert                                        Herr Weiler

Beke Tietjen      Lisanna / Nachrichtensprecherin

Melody Penz                                                   Alex (jung)

Rieke Pott                                                 Lisanna (jung)

Jana Steindorf                             Moderatorin / Nano

Malin Steindorf                    EVE (Face)/Frau Alberts

 

Drehbuch:                                               Daniel Klotzek

                                                      Charlotte Schönnagel

                                                                     Jana Steindorf

                                             Jonas Dreesch-Rosendahl

                                            Simon Dreesch-Rosendahl

                                                                      Sönke Birreck

 

Kamera:                                                    Sönke Birreck

                                                                         Beke Tietjen

                                                                      Phillip Gerken

                                            Simon Dreesch-Rosendahl

 

Ton:                                                     Niclas Brinkmann

                                                                         Vincent Abel

 

Schnitt:                                                     Daniel Klotzek

                                           Simon Dreesch- Rosendahl

 

VFX Arstist:                                       Niclas Brinkmann


Impressionen